Nenngrößen erklärt: Maßstab und Spurweite der Modelleisenbahn

Die Größe einer Modelleisenbahnanlage wird vom verwendeten Maßstab bestimmt. Das ist der Faktor, um welchen Gleise, Lokomotiven und Waggons, aber auch Zubehör wie Figuren, Autos und Gebäude, verkleinert werden. Der Maßstab wird als ein Verhältnis im Format 1:X angegeben, wobei 1 cm im Modell X cm in der echten Welt entspricht. Eine 6 cm lange Modell-Lokomotive im Maßstab 1:160 wäre also tatsächlich 9,60 m lang.

Maßstab und Spurweite – Verkleinerung mit System

Nenngrößen erklärt: Maßstab und Spurweite der Modelleisenbahn

Damit Teile verschiedener Hersteller miteinander kombiniert werden können, gibt es eine Reihe einheitlicher Nenngrößen mit festem Maßstab. Die Nenngrößen werden mit einer Zahl oder einem Buchstaben benannt und sind unter dieser Bezeichnung auch im Fachhandel zu finden.

  • Die Nenngrößen 2, 1 und 0, mit Maßstäben von 1:22,5, 1:32 und 1:45, finden aufgrund ihrer Größe oft im Außenbereich und bei Liebhabern mit viel Platz Verwendung.
  • Die Nenngröße H0 (gesprochen Ha-Null für Halb-Null) mit einem Maßstab von 1:87 ist das am weitesten verbreitete Format für Innenräume. Es bietet einen guten Kompromiss zwischen Anlagengröße und Detailgrad.
  • Die Spurweiten N und Z mit Maßstäben von 1:160 und 1:220 werden gerne für Miniaturanlagen auf kleinem Raum gewählt.
  • In Osteuropa ist stellenweise noch immer die Spurweite TT (Tabletop, engl. für „Auf dem Tisch“) mit einem Maßstab von 1:120 verbreitet.

Der kleine Unterschied: Die Spurweite

Wie beim echten Vorbild, gibt es auch bei der Modellbahn verschiedene Spurweiten. Die Spurweite ist der Abstand zwischen den beiden Schienen im Gleis. In Europa und Nordamerika ist eine Spurweite von 1.435 mm üblich. International gibt es jedoch viele verschiedene Systeme. Schmalspurbahnen mit Spurweiten von um die 1.000 mm sind aber auch hierzulande im Gebirge und bei Straßenbahnen gebräuchlich.

In der Modelleisenbahn wird nicht jede Spurweite der echten Welt abgebildet. Stattdessen werden ähnliche Spurweiten in üblicherweise vier Gruppen zusammengefasst:

  • Spurweiten um die 1.435 mm werden nicht besonders gekennzeichnet.
  • Für Meterspurbahnen mit einer Spurweite von 1.000 mm wird ein „m“ angefügt. Eine Meterspurbahn im Maßstab 1:87 bezeichnet man also als Nenngröße H0m.
  • Schmalspurbahnen mit 750, 760 oder 800 mm Spurbreite erhalten ein zusätzliches „e“: Nenngröße 1e im Maßstab 1:32.
  • Sogenannte Feldbahnen mit 500 oder 600 mm Spurbreite schließlich werden durch ein „f“ gekennzeichnet. Eine Feldbahn im Maßstab 1:160 entspräche Nenngröße Nf.

Der verwendete Maßstab hängt vor allem vom verfügbaren Platz ab, während die Spurweite in Abhängigkeit von den gewünschten Zügen und Landschaften gewählt wird.